Deutsche Umwelthilfe Forum Netzintegration Erneuerbare Energien

Deutsche Umwelthilfe Conference on Grid IntegrationI attended this interesting (and fun!) conference on grid integration/transformation put on by Deutsche Umwelthilfe on November 10 and 11 here in Berlin. Here are some very quick notes from the event, in German. You can translate via Google at translate.google.com.

Rede: Jürgen Becker, Staatssekretär, BMU

Alle EE-Träger müssen benutzt werden, aber mit Blick auf Kosten, Technologien, etc. Aber ohne neue Netze bringt EE nichts.

PV im Süden -> Extra Kapazität nötig; Fluktuierende EE -> extra Backup nötig

Abregelung von EE = schlecht

Gut:

  • HGU Technik + Stromautobahn
  • Europaweite Netzausbau
  • Smart-Grid mit Verbraucherschutz
  • Gute Planung, mit einem transparenten und inklusiven Prozess
  • Der erwartete Netzentwicklungsplan – aber nur als erster Schritt. Der Plan muss weiter diskutiert und iterativ geändert werden.

Die Zukunft:

  • Heimbasierter als heute – Versetzen Importen durch heimische Wertschöpfung
  • Weniger Oligarchie, mehr Beteiligung
  • Effizienter
  • Sparsamer
  • Technologisch anforderlicher

Panel I: Neue Stromautobahnen nach Plan – Das künftige Übertragungsnetz vor dem Hintergrund einer dezentralen und europaweiten Netzausbauplanung

Dr. Dorothee Mühl, BMWi

Herr Beckers Vision ist nicht realistisch – sie kostet zu viel. Wir müssen gute Rahmenbedingungen für den Markt gestalten und rasch anfangen. Sie sieht, dass wir immer mehr zentrale Regelung haben und sie findet diesen Ansatz nicht der beste.

Akzeptanz ist auch wichtig, obwohl es Zeit braucht.

Erdkabel vs. Freileitung soll eine technologische Frage sein, nicht ideologisch.

Barbie Kornelia Haller, Bundesnetzagentur

Sie hat das Planungsverfahren diskutiert. Der Prozess muss effizient gehandelt werden, und mit viel Bürgerbeteiligung. Die Bürger und andere Interessengruppen müssen alles verstehen, um es zu akzeptieren. Ziele: Transparenz, Akzeptanz, kein Black Box, Nachvollziehung. Und Beschleunigung. Sie haben einen Workshop über das Thema Netzentwicklungsplan durchgeführt, und es gibt bald noch einen, und sie bittet um Beteiligung.

Berthold Goeke, Ministerialdirektor, Erneuerbare Energien (Abteilung Klimaschutz, Umwelt und Energie, Erneuerbare Energien, Internationale Zusammenarbeit), BMU

Wann werden welche Technologien marktreif? Wie bringt man neue Technologien zum Markt, und wie viel kostet alles? Wir wissen die Antworten zu diesen Fragen nicht, und deswegen ist Planung jetzt sehr wichtig. BMU & BMWi arbeiten viel mehr zusammen als vorher, und seit Stuttgart 21 fokussieren sie viel mehr auf Akzeptanz. Diskussionen sollen nicht ideologisch sein.

Rainer Baake, Deutsche Umwelthilfe

Netzausbau ist ein Optimierungsproblem und wir müssen alles ausrechnen, um die besten Entscheidungen zu treffen. Die Regierung sollte auch “big picture” über Kraftwerke und den Grenzkostenmarkt denken.

Panel II: Von der Strom-Einbahnstraße zum intelligenten System – Neue Herausforderungen für das Verteilnetz der Nieder- und Mittelspannungsebene

Roger Kohlmann, Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft

Wir haben Zeit, bevor wir Technologien wie Power-to-Gas brauchen. Jetzt brauchen wir Zielsetzungen und einen Masterplan/Gesamtsystemplan für EE, E-Mobilität, Stromnetz, Gebäude, etc. Wir müssen die Energiewende von Atomausstieg zum Gesamtkontext bringen. Wir brauchen ein Energieministerium für das Big-Picture, und die richtige wirtschaftliche Rahmenbedingungen (Merit-Order-Effekt). Alle Leute müssen sich beteiligen, sonst gibt es keine Akzeptanz. BEW arbeitet jetzt an eine neue Marktdesignempfehlung und er möchte, dass dieses Design im EEG-2016 umgesetzt wird.

Das Verteilernetz ist aber auch wichtig und der Investitionsbedarf ist riesig groß – 380.000 km müssen vor 2020 abgebaut werden.

Torsten Mause, EWE Netz GmbH

Wir sind heute an der Kapazitätsgrenze, und die Investitionen von heute werden für viele Jahrzehnte in Betrieb bleiben. Wir müssen ins Verteilnetz jetzt investieren, und auch Massenkundenmaßnahmen (Demand Response) anfangen. Und für die Erzeugungsspitzen, besser EE-Anlagen abzuschalten als 20% mehr Netzausbau zu implementieren.

Politisches Gespräch: Ohne Blackout und Stromlücke in die klimaneutrale Energieversorgung – Neue Wege zum Aufbau stabiler Stromnetze

Ingrid Nestle, Die Grünen

Die Netzausbauentwicklungsplan annahmen sind nicht alle richtig – wir könnten zum Beispiel schneller bauen. Akzeptanz ist die größte Herausforderung für den Plan, und Feedback muss im Plan integriert werden.

Die Kosten sind nicht irrelevant, aber über 20 Jahren und viele Kunden sind sie nicht sehr hoch. Wir möchten auch nicht alle Rendite erhöhen sondern nur innovative Technologien fördern. Es wäre auch schön, wenn Bürger selbst investieren könnten.

Weniger Verbrauch -> Weniger Netzausbau nötig. Es wäre schade, viel EE zu bauen und dann alles abzuregeln wegen fehlender Leitungskapazität. Batterien sind für PV nett aber nicht genug, eine große Auswirkung zu haben – dafür brauchen wir ein größeres Ausmaß von Speicherung.

Das Blackout-Risiko ist übertrieben.

Eva Bulling-Schröter, Die Linke (Bayern)

Verschiedene Annahmen sind sehr unterschiedlich, und wir brauchen mehr Begründung für alle Annahmen. Biodiversität und andere Sachen müssen auch Betrachtet werden. Bürgerbeteiligung vom Anfang ist sehr wichtig – aber feste Zeitpläne sind auch nötig.

Die Koalition möchte zentrale Stromerzeugung, aber ihr Wahlkreis will dezentral. Die Regierung blockiert Energieeffizienz in Brüssel und sollte das nicht tun.

Kommunen sollten gefördert werden, im Netz zu investieren, weil die Interessen der Bevölkerung dann Vorrang haben. Sie brauchen günstige Kredite, Zuschusse, vielleicht Zertifikaten. Und eine klare Verbindung mit Beschäftigung.

Blackouts sind kein großes Risiko – man kann Kraftwerke schnell an- und abschalten und Demand-Response auch benutzen.

Angelika Brunkhorst, FDP

Wir sollen mehr über die Technologien nachdenken – Hochtemperaturleitungen, Erdkabeln, etc. Und dezentrale Erzeugung bedeutet nicht weniger Netzausbau benötigt sondern einfach verschiedener Netzausbau benötigt (vielleicht mehr Verteilernetz, weniger Hochspannungsnetz). Aber Abstrakt und Praxis sind immer unterschiedlich – Beteiligung ist wichtig und lokale Prioritäten sollten mitberücksichtigt werden.

Wir möchten einen EU-Binnenmarkt umsetzen.

Der Investitionsbedarf ist groß – wer wird alles bezahlen?

Es macht wenig Sinn, Kommunen im Netzausbau zu investieren. Sie haben keine Know-How. Die großen Marktakteure sollten diese großen Investitionen machen.

Dieser Winter könnte eng sein.

Marie-Luise Dött, CDU/CSU

Die größte Herausforderung ist, Energie zu erzeugen UND die Elektrizität zu dem gebrauchten Ort zu liefern. Die Probleme und Lösungen sind regional unterschiedlich.

Rahmenbedingungen für Investitionen müssen betrachtet werden – es muss rentabel sein, im Stromnetz zu investieren, sonst wird niemand es tun (und das Rendite-Risiko Verhältnis muss auch mitberücksichtigt werden). Wie viele Kosten können die Bürger tragen? Wir brauchen auch Beteiligung. Aber eigentlich müssen wir nicht mehr reden, sondern ein Szenario auswählen und dann einen Plan umsetzen. Es wird nicht perfekt, aber mit regionalen Unterschieden könnten wir das Verfahren Beschleunigen und mehr Akzeptanz finden. Monitoring und Iteration sind auch erforderlich. Umweltprioritäten müssen auch vereinbart werden, weil sie manchmal nicht im Einklang sind.

Ein EU-weit Netz/Binnenmarkt ist erforderlich. Die präzisen Nummern/Annahmen sind nicht so wichtig, weil der Investitionsbedarf so groß ist – wir müssen einfach anfangen.

Es gibt kein Blackout-Risiko, aber es wird teuer, importierten Strom zu kaufen. Und Lastverschiebung ist nicht bereit für diesen Winter.

Kommunen sollten keine besondere Förderung bekommen – es ist am besten, eine Level Playing Field zu haben.

 

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Joanna Gubman is a 2011-2012 recipient of the German Chancellor Fellowship for Prospective Leaders. She is spending her fellowship year at the German Solar Industry Association, BSW-Solar , exploring incentive and business model alternatives as the German market achieves grid parity. Previously, Gubman was a Managing Consultant in the Energy Efficiency group at Navigant Consulting. There she analyzed technologies and policies to improve energy efficiency, including analysis and implications of the CPUC Long Term Energy Efficiency Strategic Plan (net zero energy new buildings and widespread adoption of whole-house retrofits); identification & promotion of emerging technologies for utility energy efficiency incentive programs; and development of corporate sustainability initiatives. She also served as project manager for the California Sustainability Alliance. Gubman received her B.S. and M.S. degrees in Mechanical Engineering from Stanford University. You can find her online on LinkedIn , Twitter ( @JoannaGubman ), and xing , and via email at cleantech@alumni.stanford.edu . The views she expresses here and elsewhere are her own, and do not reflect those of the Alexander von Humboldt Foundation or the German Solar Industry Association (BSW-Solar).

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